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    <title>Heute hier, morgen fort (Rubrik:Gemuese)</title>
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    <description>Das Kochblog von www.stipvisiten.de</description>
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    <title>Heute hier, morgen fort</title>
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    <title>Gr&amp;uuml;nkohl. Ohne Pinkel...</title> 
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    <description>&lt;img src=&quot;http://stipvisiten.de/bilder/th_gruenkohl8881.jpg&quot;  style=&quot;float:left; padding-right:7px&quot;&gt;Als meine Altvorderen aus dem deutschen Ausland nach Ostfriesland kamen, wussten sie noch nicht, was ihnen da bl&amp;uuml;ht. Vor allem eine Einladung zum Gr&amp;uuml;nkohlessen, im Prinzip und angesichts der Lebensumst&amp;auml;nde in der Nachkriegszeit voller Dankbarkeit angenommen, lie&amp;szlig; die Guten nachdenken: &quot;Nu giv&amp;#8217;t Kool met Pinkel!&quot; hie&amp;szlig; es. Das lie&amp;szlig; die Einwanderer aus dem Morgenland erschauern, denn dass die Kultur hier so wenig hoch gehalten w&amp;uuml;rde, das h&amp;auml;tte man nicht gedacht. Mit Schaudern ging man von dannen.&lt;br /&gt;
Seitdem gibt&amp;#8217;s bei uns immer Gr&amp;uuml;nkohl ohne Pinkel, was auch f&amp;uuml;r die Linie besser ist, denn die Pinkelwurst besteht fast nur aus fettem Speck und Hafergr&amp;uuml;tze...&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r die Zubereitung des Kohls braucht man einen sehr sehr gro&amp;szlig;en Topf. In den kommt, auch wenn es ungesund klingt, Schmalz. Zum Schmalz gesellt sich eine zerschnittene gro&amp;szlig;e Zwiebel. Unter st&amp;auml;ndigem R&amp;uuml;hren glasig d&amp;uuml;nsten und dann den zuvor zweimal in hei&amp;szlig;em Wasser gewaschenen Kohl hinzuf&amp;uuml;gen. Im Topf wird der Kohl mit einem scharfen Messer klein geschnitten (&quot;Amoklauf im Kochtopf&quot;).&lt;br /&gt;
Mit etwas Br&amp;uuml;he aufgie&amp;szlig;en, damit nichts anbrennt (wir lassen ja sonst auch nichts anbrennen, oder?). Die Geschmackskomponente &quot;w&amp;uuml;rzig&quot; erzielen wir einerseits durch eine leichte Gabe frisch gemahlenen Pfeffers und ggf. etwas Salz, aber haupts&amp;auml;chlich durch Beigabe von ger&amp;auml;uchertem Bauchfleisch, luftgetrockneten oder frischen Mettendchen und Kassler. Unter den Kohl hieven und mitkochen lassen. Hafergr&amp;uuml;tze (gibt&apos;s im Reformhaus!) geh&amp;ouml;rt auch hinein - sie bindet den Kohl, macht ihn s&amp;auml;mig und bringt eine zus&amp;auml;tzliche nussige Geschmackskomponente.&lt;br /&gt;
Etwa 30 Minuten k&amp;ouml;cheln, dann die Energie wegnehmen und den Inhalt des Topfes nachgaren lassen. Das Geheimnis des Kohls ist, frei nach Wilhelm Busch, dieses: ...wof&amp;uuml;r sie besonders schw&amp;auml;rmt, wenn er wieder aufgew&amp;auml;rmt! Also: Kohl k&amp;uuml;hl werden lassen, wieder erw&amp;auml;rmen, k&amp;uuml;hl werden lassen, wieder erw&amp;auml;rmen - drei- bis vier Mal w&amp;auml;r&amp;#8217; schon recht!&lt;br /&gt;
Servieren sollte man immer reichlich Gr&amp;uuml;nkohl mit Salzkartoffeln und - f&amp;uuml;r Kassler und die W&amp;uuml;rste - Senf und Meerrettich. Dazu trinkt man keineswegs nur Pils, sondern gerne auch einen Wei&amp;szlig;wein!&lt;br /&gt;
[Zuerst bei &lt;a href=&quot;http://www.aufgelesen.net/archives/2002_11.html#000831&quot;&gt;Aufgelesen&lt;/a&gt;]</description>
    <dc:creator>stip</dc:creator>
    <dc:subject>Gemuese</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2003 stip</dc:rights>
    <dc:date>2003-12-28T16:46:17Z</dc:date>
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